London calling

Es gibt Städte, die sind immer wieder aufs Neue eine Reise wert – London gehört definitiv dazu! Deswegen gibt es heute eine kleine Fotostrecke aus der britischen Metropole. Als Kontrast zu den hier sonst stark überwiegenden People-Fotos sozusagen. Und auch ganz ohne olympisches Heckmeck. Wobei ich zugeben muss, das hätte ich natürlich auch gerne mit auf den Fotos dabei gehabt. 🙂

Für die stilechte Tour durch London hat Steffi übrigens schon zwei Handtaschen genäht, die auf die schönen Namen Tante Trude und Weekender hören.

Was sind denn Eure Lieblingsstädte für Fotowalks, in Deutschland wie auch auch international, die man unbedingt erkunden sollte?

Interview mit Beautiful Sports-Projektgründer Axel Kohring

Eishockey-Nationalspieler Moritz Müller für Beautiful SportsHeute freue ich mich, hier mein erstes fotografisches Interview zu präsentieren. Vor kurzem hat das Charity Projekt „Beautiful Sports“ unter dem Titel „Spitzensport in Köln 2013“ seinen neuen Kalender veröffentlicht. Im Interview erzählt Projektgründer Axel Kohring ausführlich von der Idee, den Erfahrungen mit den Sportlern – die alle in Köln leben, studieren oder aus Köln stammen bzw. für einen Kölner Verein starten – und spricht über den zu unterstützenden Verein „wir für Pänz“.

Den Beautiful Sports-Kalender gibt es nun schon im fünften Jahr. Wie kam die Idee zustande, diesmal den Kölner Spitzensport in den Fokus zu stellen?

Axel Kohring: Als gebürtiger Kölner hatte ich natürlich das Bedürfnis, auch in der Heimatstadt einmal ein Projekt umzusetzen. Durch die Aktion „Sportstadt Köln“ ergab sich nun eine passende Gelegenheit.

Welcher Eindruck hat sich dabei auf das gesamte Jahr gesehen über den Kölner Sport ergeben?

Ich möchte hier natürlich keine sportpolitischen Statements abgeben. Mein Fokus ist es, gemeinsam mit Sportlern etwas für einen guten Zweck zu tun. Ganz subjektiv habe ich den Eindruck, dass man sich sehr bemüht und auf einem guten Weg ist, damit sich Köln insbesondere bei größeren Events wieder etwas weiter vorne platzieren kann.

Wie ist der Kontakt zu den Sportlern entstanden? War es schwer, die Sportler für das Projekt zu begeistern?

Ich pflege ein gutes Netzwerk zu Athleten und Funktionären der unterschiedlichsten Sportarten, innerhalb und außerhalb von Köln. Das hat mir die Akquise natürlich recht einfach gemacht. Die Sportler waren ausnahmslos von der Idee begeistert und haben, teils mitten in der Olympiavorbereitung, spontan zugesagt.
Terminankündigung Pressekonferenz:

Am Samstag, den 3. November ab 15 Uhr in der Galeria Kaufhof Köln, Hohe Straße.

Die besten Sportler Kölns werden auf einer Aktionsfläche den BEAUTIFUL SPORTS Portrait-Kalender „Spitzensport in Köln“ signieren.

Alle Infos dazu auch bei Facebook.

Welche Sportler und Sportarten werden beispielsweise zu sehen sein? Sind auch Olympiamedaillengewinner im Kalender vertreten?

Wir haben ganz herausragende Persönlichkeiten dabei. Beispielsweise Max Weinhold, Goldmedaillengewinner im Hockey, Britta Heidemann und Ole Bischof, die beide Silber in London gewonnen haben, Speerwurf-Dritte Linda Stahl, sowie Leena Günther als Europameisterin mit der 4x100m Staffel, Andrasch Starke, der als Jockey sensationell die größten Rennen in Paris und in Ascot gewonnen hat…

Und auf dem Titelblatt wird welcher Athleten beziehungsweise welche Athletin zu sehen sein?

Das wird das Bild mit Moritz Müller sein, Eishockey-Nationalspieler der Kölner Haie. Er hat die größte lokale Fangemeinde. Ich erhoffe mir dadurch einen Impuls bei Fans und Käufern. Letztlich entscheidet ja ein guter Verkauf darüber, wie viel am Ende gespendet werden kann.

Das führt direkt zu nächsten Frage, denn der Grundgedanke von Beautiful Sports liegt in der Förderung sozialer Projekte. Diesmal ist die Wahl auf den Verein „wir für Pänz“ gefallen. Was genau macht dieser Verein?

Der Verein „wir für Pänz“ engagiert sich sehr stark unter Anderem im Bereich der Gewaltprävention. Genau in diesen Teilbereich soll auch das Geld investiert werden, denn dort wird gute Arbeit geleistet.

Damit am Ende eine möglichst große Spende überwiesen werden kann, wie teuer wird der Kalender sein und wo wird er alles erhältlich sein?

Der Kalender wird im Kaufhof Köln, Hohe Str. für einen Preis von 14,95 Euro zu kaufen sein. Die Auflage liegt bei 500 Exemplaren. Das ist für einen Kalender sehr hoch, aber Konzept ist es auch, übrig gebliebene Exemplare über „wir für Pänz“ an bedürftige Familien zu geben. Am 3. November wird er dort im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt (weitere Details im blauen Kasten). Einige Athleten sind dabei und setzen gerne ihr Autogramm unter die ersten verkauften Exemplare.

Gibt es neben dem Kalenderkauf noch andere Möglichkeiten, das Projekt „Beautiful Sports“ zu unterstützen?

Ich bin immer froh, wenn sich jemand mit der Grundidee von Beautiful Sports beschäftigt und sich einbringen möchte, sei es als Grafiker, als Fotograf, als Sponsor… Es gibt viel zu tun!

Unter Anderem unterstützt Daniela Schrage-Masseck alias Danmostyle Beautiful Sports nun schon im dritten Jahr als Visagistin. Was zeichnet die Zusammenarbeit mit ihr aus?

Daniela setzt Ihre Arbeit genau so um, wie ich mir das vorstelle. Sie hat auch eigene, kreative Ideen, die sie in ihre Arbeit mit einbringt. Ich bin immer wieder froh, dass Sie uns so professionell unterstützt.

Um nochmal zurück auf den Kalender an sich zurück zu kommen: Zwölf Monate bedeuten auch eine große Anzahl unterschiedlicher Motive. Wie sind die Ideen für die Studiofotos entstanden?

Die größte Herausforderung ist es immer, zwölf kreative Ideen für die unterschiedlichen Sportarten zu haben. Vor jedem Shooting habe ich immer eine genaue Vorstellung des Motivs, vom Bildaufbau bis zur fertigen Bearbeitung. Hier und da wird natürlich immer wieder improvisiert, aber der rote Faden wird beibehalten.

Was waren denn sonst im Rückblick die größten Herausforderungen, mit denen es zu kämpfen galt?

Es gibt natürlich immer wieder Herausforderungen. Wie komme ich an die bekannten Sportler? Mit welchen Argumenten kann ich sie davon überzeugen, bei Beautiful Sports dabei zu sein? Natürlich gab es auch einige Dinge im Kreativbereich, die schwierig waren. Der größte Rückschlag war es, das ich bei der Suche nach Sponsoren nahezu durchgängig auf verschlossene Türen gestoßen bin. Ich hatte nicht einmal die Gelegenheit, mein Konzept und erste Fotos vorzustellen. Selbst meine Hartnäckigkeit hat mir nicht geholfen. Diesbezüglich bin ich von Köln sehr enttäuscht, das muss ich schon sagen. Aber ich möchte hier nicht jammern. Ich werde das im Nachgang aber noch einmal etwas genauer analysieren. Vielleicht habe ich auch selbst konzeptionelle Fehler gemacht. Aus solchen Dingen muss man einfach lernen und geeignete Maßnahmen für das nächste Projekt ableiten.

Damit wird es auch 2014 weiter gehen? Wie sehen denn die Ideen für das nächste Projekte aus?

Das Projekt 2014 hat den Arbeitstitel „Leichtathletik meets Photoshop“. Bei diesem Vorhaben tritt Beautiful Sports im Grunde nur als Produzent auf, denn die Kreativarbeit sollen zwölf der besten Photoshop-Künstler Deutschlands übernehmen. Die Gespräche laufen vielversprechend. Einige große Namen der Szene haben bereits zugesagt. Ich arbeite natürlich auch daran, zwölf Spitzenathleten zu gewinnen.

Damit wünsche ich viel Erfolg und bedanke mich für das Gespräch.

Heute wird es sportlich

Die Sportfotografie ist eine tolle Sache – die People-Fotografie ebenfalls. Klar, dass die Kombination aus beidem da auch nur super sein kann. Deswegen zeige ich heute ein paar Fotos aus drei Shootings, bei denen es genau um diesen Mix ging, wobei je nach Foto mal mehr der Sport, meistens aber die Person im Vordergrund steht.

Fotografieren, schwimmen oder doch beides zugleich?

Fototour Medienhafen BildanalyseDer Düsseldorfer Medienhafen gehört zu meinen absoluten Lieblings-Locations zum Fotografieren, die ich jedem nur empfehlen kann. Und damit meine ich weniger den Restaurant- und Café-Bereich um das Hafenbecken, der auch seinen Charme hat, sondern vor allem den deutlich maroderen Industrieteil jenseits der Touristenströme. Bereits mehrere Shootings, z.B. mit Lisette und Nadja oder mit Yoanna, sind dort entstanden, denn die Gegend bietet abwechslungsreiche Kulissen und am Wochenende ist man dort nahezu ungestört.

Fototour Medienhafen ShootingUnangenehm ist es nur, wenn wir dort eine Fototour planen und einem das Wetter einen heftigen Strich durch die Rechnung macht. Mit anderen Worten: Eigentlich wären Schwimmflügel angesagt, denn die Zeiträume zwischen zwei Regenschauern waren so kurz, dass es sich fast gar nicht lohnte, aus dem trockenen Versteck zu kriechen.

Geplant war die Tour eigentlich, um sich ein wenig auszutauschen und fotografisches Wissen weiterzugeben. Um sich darüber theoretisch zu unterhalten, war immerhin auch genügend Zeit. Nur das Praktische ist diesmal ein wenig auf der Strecke geblieben. Trotzdem sind nebenbei ein paar schöne Impressionen entstanden, die ich gerne zeigen möchte.

Fototour Medienhafen GianninaFototour Medienhafen Nadine

Was ist bitteschön ein Fotomarathon?

Diese Frage stellte sich mir, als ich kürzlich ein wenig durch verschiedene Fotografie-Blogs stöberte und auf die Fotos der Siegerin des 1. Münchner Fotomarathons stieß.

Düsseldorf-Marathon 2007Klar, dass ich als passionierter Läufer mit Hang zur Fotografie – bzw. als begeisterter Fotograf, der sich gerade selbst auf einen „42er“ vorbereitet – bei diesem Reizwort augenblicklich hängen blieb, um den Hintergründen auf die Spur zu gehen. Schnell musste ich aber merken, dass ein Fotomarathon mit einem „klassischen“ Marathonlauf recht wenig zu tun hat.

Die Idee selbst hat es mir allerdings angetan. Es geht darum, sich zu einer festgelegten Startzeit zu treffen und dann innerhalb einer bestimmten Zeit eine Fotoserie zu einem vorgegebenen Thema zu machen. In München sind es zwölf Themen, zu denen man innerhalb von acht Stunden zwölf Fotos machen muss. Nachbearbeitungen sind dabei nicht erlaubt, die Fotos müssen also „out of the box“ sein und in der richtigen Reihenfolge der Unterthemen aufgenommen worden sein.

Blumen in maroder LandschaftLeider bin ich in Deutschland bisher nur auf vier verschiedene Fotomarathon-Veranstaltungen gestoßen, von denen zwei dieses Jahr erst ihre Premiere gefeiert hatten (und keine davon im Rheinland zu finden ist): Berlin (seit 1998), Hamburg, Kempten (nennt sich Fotorun) und eben München. Daneben sind auf dieser Seite auch etliche internationale Wettbewerbe zusammengefasst.

Also habe ich den Plan gefasst, meinen persönlichen Fotomarathon zu machen. Oder zumindest erstmal einen Foto-Halbmarathon, praktisch als Training. Und vielleicht findet sich ja der ein oder andere, der mitmachen möchte. Wie ich an die Aufgaben komme weiß ich noch nicht so genau, aber die Ereignisse werde ich natürlich hier zeigen.